Segelflug

Der lautlose Sport zum fernen Horizont; für die meisten pure Faszination; für viele der Einstieg in den Luftsport!

Was Otto Lilienthal früher im Alleingang begonnen hat, ist heute ein Teamsport. Vielen Außenstehenden ist das nicht bewusst. Oft hört man: „Ihr seid doch meistens alleine im Flugzeug, was hat das mit Teamsport zu tun?“. Eine ganze Menge, denn alleine kommen wir nicht in die Luft! Wir brauchen unsere Kameraden, die uns helfen; sei es das Flugzeug an den Start zu schieben, oder am Windenseil einzuklinken; die Startwinde zu bedienen, oder das Schleppflugzeug zu fliegen; oder das Segelflugzeug nach dem Flug wieder zurück zu schieben, zu putzen und wieder in den Hangar zu schieben; nichts läuft alleine. Alles funktioniert nur in einer Gemeinschaft, in der jeder jedem hilft!

Wenn man in der Luft ist, ist man oft auch nicht allein, denn die Fliegerkameraden in den anderen Segelflugzeugen versuchen genauso die Thermik zu finden, wie man selbst. Und so guckt man auch was die anderen machen und lernt von/mit ihnen, indem man das ein oder andere Mal hinterherfliegt, oder vorwegfliegt, um den anderen zu zeigen wo es lang geht!

Neben der Gemeinschaft ist das Zusammenspiel zwischen Mensch, Maschine und Natur ein wichtiger Aspekt. Da ein Segelflugzeug in der Regel keinen Motor hat, ist der Pilot darauf angewiesen die Wetterbedingungen zu erkennen und für sich zu nutzen. So muss er z.B. verstehen, über welchen Oberflächen sich die Luft besser erwärmt und ablöst, um als Thermik nach oben zu steigen. Diese thermalen Aufwinde nutzen wir dann um darin kreisend Höhe zu gewinnen.

Wenn der Pilot sich verschätzt, oder das Wetter unerwartet umschlägt, kann es vorkommen, dass man den Heimatplatz nicht mehr erreicht und auf einem anderen Flugplatz landen muss. Wenn gerade keiner in der Nähe ist, ist eine Außenlandung unvermeidlich, bei der der Pilot sich ein schönes Feld aussucht, sich den Anflug entsprechend der Gegebenheiten einteilt und dort landet. Anschließend wird das Flugzeug demontiert und in einem Anhänger wieder zurückgebracht. Eine Außenlandung hat nichts mit einer „Notlandung“ oder gar einem „fast Absturz“ zu tun, wie es die Presse gerne formuliert. Es ist etwas, was jedem guten Piloten passieren kann. Daher wird es auch in der Flugausbildung trainiert.

Der Segelflug hat etwas für jedermann Geschmack. Sei es das gemütliche ausspannen und genießen der Ruhe, wenn man bei gutem Wetter mal ein bis zwei Stunden über das Paderborner Land gleitet; oder der Ansporn möglichst gute Leistungen zu erbringen: viele Streckenkilometer, oder im Kunstflug saubere Figuren zu erfliegen, um bei Meisterschaften gute Ergebnisse zu erreichen; oder seine eigenen gesteckten Ziele zu erreichen, oder sogar zu übertreffen. Oder eine Mischung aus den genannten Optionen.

Ihr seht, so groß die Faszination „Segelflug“ ist, so groß ist auch die Vielfalt, wie man den Sport genießen kann!

Wenn wir euch etwas fesseln konnten und ihr mehr erfahren wollt, kommt einfach am Wochenende vorbei und schaut euch den Flugbetrieb bei einer Tasse Kaffee an, oder nehmt an ihm Teil. Nähere Informationen zu Gast- und Schnupperflügen findet ihr hier auf unserer Website oder könnt ihr auch gerne per Email oder Anruf erfragen.

Wir freuen uns auf euch!